Moin. Ein Boot mit Kindern und Hund an Bord ist etwas vom Schönsten überhaupt. Es gibt kaum einen besseren Ort, um als Familie Zeit miteinander zu verbringen, fernab von Bildschirmen und Alltag. Aber, und das ist die ehrliche Wahrheit, es will gut vorbereitet sein. Wer mit der jüngsten Crew und dem vierbeinigen Matrosen entspannt unterwegs sein will, denkt vorher über Sicherheit, Beschäftigung und Routinen nach. Dann wird der Familientörn zum Erlebnis und nicht zum Stress.

Sicherheit hat Vorrang, immer

Das Wichtigste zuerst: Kinder brauchen an Bord eine eigene, passende Rettungsweste, die nach Gewicht ausgewählt ist und wirklich sitzt. Eine zu große Weste ist gefährlich, nicht hilfreich. Auf vielen Familienbooten gilt die klare Regel, dass Kinder an Deck immer die Weste tragen, und das von Anfang an, damit es selbstverständlich wird. Ein Lifebelt, der das Kind bei rauerem Wetter am Boot sichert, und ein Netz an der Reling, das die Kleinsten am Durchrutschen hindert, geben zusätzliche Sicherheit. Sprich mit den Kindern altersgerecht über die Regeln, denn ein Kind, das versteht, warum etwas wichtig ist, hält sich eher daran.

Gegen Langeweile hilft Beschäftigung

Der größte Feind des Familientörns ist die Langeweile. Ein gelangweiltes Kind macht eine ganze Crew nervös. Deshalb plant ihr von vornherein kurze Etappen, denn stundenlanges Geradeaussegeln ist für Kinder eine Geduldsprobe. Macht oft Pausen zum Baden, ankert mittags in einer schönen Bucht, und gebt den Kindern kleine Aufgaben an Bord, denn nichts ist schöner, als gebraucht zu werden. Ein eigener Job am Boot, das Halten des Ausgucks oder das Bedienen einer Winsch unter Aufsicht, macht aus dem Passagier ein stolzes Crewmitglied.

Anzeige
Familientörn in Planung? Mit bootscockpit findest du geschützte Reviere, Häfen und Buchten, die zu Kindern und Hund passen.
Törn planen mit bootscockpit →

„Plane den Törn nicht nach Deinen Seemeilen, sondern nach der Geduld Deiner jüngsten Crew. Wer mit Kindern entspannt fährt, kommt zwar weniger weit, aber alle wollen wieder mit.“

Der Hund als Crewmitglied

Auch der Hund will an Bord eingewöhnt werden, am besten in Ruhe und nicht erst beim großen Törn. Manche Hunde lieben das Wasser sofort, andere brauchen Zeit, um sich an die Bewegung des Bootes zu gewöhnen. Eine eigene Hundeschwimmweste mit einem Griff am Rücken ist Gold wert, vor allem, wenn der Hund einmal über Bord geht und wieder hochgehoben werden muss. Denkt an einen festen Platz an Bord, an genug Wasser und an die Frage, wie der Hund sein Geschäft erledigt. Viele gewöhnen ihren Hund an eine bestimmte Matte an Deck, andere planen die Landgänge entsprechend. Wer das vorher klärt, erspart sich an Bord manche Überraschung.

Worauf Du achten solltest

BereichWorauf es ankommt
Rettungswestenfür Kinder nach Gewicht, für den Hund mit Griff
SicherungLifebelt und Relingnetz für die Kleinsten
Etappenkurz halten, viele Bade- und Spielpausen
Beschäftigungkleine Aufgaben, eigene Crew-Jobs
Hundin Ruhe eingewöhnen, Platz, Wasser, Geschäft klären
SonnenschutzSchatten, Hut und Creme für empfindliche Haut

Das richtige Revier macht es leichter

Mit Kindern und Hund wählt man das Revier mit Bedacht. Geschützte Gewässer mit kurzen Wegen, vielen Buchten und ruhigem Wasser sind ideal, denn sie nehmen den Druck heraus und lassen Raum für die schönen Momente. Ein Revier, in dem ihr jederzeit einen sicheren Hafen oder eine ruhige Bucht in Reichweite habt, gibt euch die Gelassenheit, die ein Familientörn braucht.

Anzeige

Es lohnt sich, jede Minute

Ja, mit Kindern und Hund an Bord ist mehr zu bedenken, und der Tag dreht sich weniger ums Segeln als ums Miteinander. Aber genau das ist der Gewinn. Die leuchtenden Augen beim ersten Sprung ins Wasser, der Hund, der zufrieden an Deck döst, der gemeinsame Abend in der Bucht, das sind die Erinnerungen, die bleiben. Bereite Dich gut vor, geh es entspannt an, und der Familientörn wird zu einer der schönsten Zeiten des Jahres. Wie Du so einen Törn richtig planst, liest Du im Beitrag So planst du deinen ersten Törn.

Weiterlesen: So planst du deinen ersten Törn · Leben an Bord