Moin. Das UKW-Funkgerät ist das wichtigste Kommunikationsmittel an Bord, im Alltag wie im Notfall. Doch beim Kauf stellt sich schnell die Frage: fest eingebaut oder als Handgerät, mit oder ohne DSC, welche Sendeleistung und welche Antenne? Wer hier planlos kauft, ärgert sich später über mangelnde Reichweite oder fehlende Funktionen. Diese Kaufberatung zeigt, worauf es bei einem UKW-Funkgerät wirklich ankommt, damit du im entscheidenden Moment gut verbunden bist.
Festeinbau oder Handgerät?
Die erste Entscheidung ist die Bauform. Ein fest eingebautes Funkgerät ist die erste Wahl für jedes seegehende Boot. Es sendet mit voller Leistung, hängt an einer Masttopantenne mit großer Reichweite und ist dauerhaft mit Strom versorgt. Ein Handfunkgerät dagegen ist mobil, unabhängig vom Bordnetz und ideal als Ergänzung oder Reserve, etwa wenn der Strom ausfällt oder ihr ins Beiboot wechselt. Seine Reichweite ist wegen der niedrigeren Leistung und der tief sitzenden Antenne aber begrenzt. Die ideale Lösung für die meisten ist beides: ein fest eingebautes Gerät als Hauptanlage und ein wasserdichtes Handgerät als Backup.
DSC ist Pflicht, nicht Kür
Achtet beim Kauf unbedingt auf DSC, das digitale Selbstwählverfahren. Ein DSC-fähiges Gerät kann auf Knopfdruck einen automatischen Notruf mit eurer Position absetzen, und das ist im Ernstfall lebenswichtig. Damit das funktioniert, braucht das Gerät eure Position, also entweder einen eingebauten GPS-Empfänger oder den Anschluss an die Bordnavigation. Ein Funkgerät ohne DSC zu kaufen, ist heute keine sinnvolle Sparmaßnahme mehr. Wie ihr es bedienen dürft, regelt das passende Funkzeugnis.
„Beim Funkgerät spart man nicht an DSC und nicht an der Antenne. Das eine entscheidet über den Notruf, das andere über die Reichweite. Beides kann im Ernstfall zählen.“
Reichweite hängt an der Antenne
Ein oft unterschätzter Punkt ist die Antenne, denn sie entscheidet über die Reichweite mehr als die Sendeleistung. UKW funktioniert quasi auf Sichtweite, deshalb gilt: je höher die Antenne, desto weiter die Reichweite. Eine Antenne im Masttop einer Segelyacht reicht entsprechend weiter als eine niedrig montierte. Achtet auf eine gute Antenne und eine saubere, korrosionsfreie Verbindung, denn ein schlechtes Antennenkabel macht das beste Funkgerät taub. Moderne Geräte bieten zudem oft eine eingebaute AIS-Funktion, die andere Schiffe anzeigt, ein nützlicher Zusatz für die Sicherheit.
UKW-Funkgerät kaufen auf einen Blick
| Merkmal | Worauf es ankommt |
|---|---|
| Bauform | Festeinbau als Hauptanlage, Handgerät als Backup |
| DSC | unverzichtbar für den Notruf auf Knopfdruck |
| Position | eingebautes GPS oder Anschluss an die Navigation |
| Antenne | möglichst hoch, gute Verbindung, entscheidet die Reichweite |
| Extras | AIS-Funktion, wasserdichtes, schwimmfähiges Handgerät |
Gut verbunden in jeder Lage
Ein gutes UKW-Funkgerät ist eine der wichtigsten Anschaffungen für die Sicherheit an Bord. Setz auf ein fest eingebautes Gerät mit DSC und Positionsanbindung, ergänze es um ein wasserdichtes Handgerät als Reserve, und investier in eine ordentliche, hoch montierte Antenne. Dann bist du im Hafen, auf See und im Notfall zuverlässig verbunden. Wie der Notruf im Ernstfall genau funktioniert, zeigt der Beitrag zu den Seenotsignalen und dem Notfunk.
Häufig gestellte Fragen
Festeinbau oder Handfunkgerät, was ist besser?
Für ein seegehendes Boot ist ein fest eingebautes Gerät die erste Wahl, weil es mit voller Leistung über eine hohe Antenne sendet. Ein wasserdichtes Handgerät ist die ideale Ergänzung und Reserve. Am besten hat man beides.
Brauche ich ein Funkgerät mit DSC?
Ja. DSC, das digitale Selbstwählverfahren, setzt auf Knopfdruck einen automatischen Notruf mit Position ab und ist im Ernstfall lebenswichtig. Ein Funkgerät ohne DSC zu kaufen ist heute keine sinnvolle Sparmaßnahme.
Wovon hängt die Reichweite eines UKW-Funkgeräts ab?
Vor allem von der Antenne, weniger von der Sendeleistung. UKW funktioniert quasi auf Sichtweite, also gilt: je höher die Antenne, desto weiter die Reichweite. Eine Masttopantenne reicht deutlich weiter als eine niedrig montierte.
Braucht ein DSC-Funkgerät einen GPS-Anschluss?
Ja, damit der Notruf die Position mitsenden kann. Das Gerät braucht dafür entweder einen eingebauten GPS-Empfänger oder den Anschluss an die Bordnavigation.
Weiterlesen: Funkzeugnisse SRC, UBI und LRC · Seenotsignale und Notfunk
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