Moin. Auf einem kleinen Boot ist Platz die härteste Währung überhaupt. Jeder, der schon mal eine Woche zu zweit auf wenigen Metern Länge verbracht hat, kennt das Gefühl, ständig irgendetwas suchen oder umräumen zu müssen. Die gute Nachricht: Mit ein paar klugen Kniffen holst Du aus dem vorhandenen Raum erstaunlich viel heraus, ohne anzubauen. Es geht nicht um mehr Platz, sondern um besseren. Hier kommen die Hacks, die wirklich etwas bringen.

Der wichtigste Hack: weniger mitnehmen

Bevor wir über cleveres Verstauen reden, kommt die unbequeme Wahrheit zuerst. Der mit Abstand größte Platzgewinn entsteht nicht durch Stautricks, sondern durch Weglassen. Die meisten schleppen das Doppelte von dem mit, was sie wirklich brauchen, vor allem bei Kleidung. Geh Deine Packliste kritisch durch und frag Dich bei jedem Teil ehrlich, ob Du es wirklich benutzen wirst. Was an Land bleibt, muss an Bord weder verstaut noch gesucht werden. Diese eine Entscheidung schlägt jeden Stautrick.

Jeder Hohlraum will genutzt werden

Ein Boot steckt voller ungenutzter Ecken, man muss sie nur sehen. Unter den Bodenbrettern, hinter den Rückenlehnen, in der Hundekoje, im Spiegelschrank, überall verbirgt sich Stauraum. Schwere Dinge wie Konserven und Werkzeug gehören tief und in die Mitte des Bootes, denn dort stören sie die Lage am wenigsten. Was Du selten brauchst, wandert in die hintersten Ecken, was Du oft brauchst, bleibt griffbereit. Wer sein Boot einmal systematisch durchgeht und jedem Ding einen festen Platz gibt, wird überrascht sein, wie viel hineinpasst.

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Die richtigen Helfer

Ein paar einfache Hilfsmittel machen einen großen Unterschied. Vakuumbeutel pressen Bettzeug und dicke Kleidung auf einen Bruchteil ihres Volumens zusammen. Weiche, faltbare Boxen nutzen unregelmäßige Räume besser als starre Kisten und lassen sich leer zusammenlegen. Netze unter dem Deck und an den Wänden schaffen Stauraum dort, wo sonst nur Luft ist, und halten leichte Dinge griffbereit. Haken und Klemmleisten bringen Becher, Werkzeug und Kleinkram an die Wand, statt sie in Schubladen herumfliegen zu lassen. Und wasserdichte Beutel schützen, was nicht nass werden darf, und lassen sich in jede Lücke stopfen.

„Auf einem kleinen Boot gewinnt nicht, wer am meisten dabei hat, sondern wer für alles einen festen Platz hat. Ordnung ist hier kein Luxus, sondern gelebte Gelassenheit.“

Ordnung, die auch bei Seegang hält

Was an Land ordentlich verstaut ist, fliegt bei Welle gern durch die Gegend. Deshalb gehört alles gesichert, was rutschen oder kippen kann. Antirutschmatten halten Geschirr und Vorräte an Ort und Stelle, Spanngurte sichern größere Dinge, und Schränke brauchen Verschlüsse, die auch bei Schräglage zuhalten. Eine Crew, die weiß, wo alles ist, und auf der nichts herumfliegt, fährt nicht nur entspannter, sondern auch sicherer.

Die wichtigsten Stautricks

TrickWirkung
Weglassender größte Platzgewinn überhaupt
VakuumbeutelBettzeug und Kleidung stark verkleinern
Faltbare Boxennutzen unregelmäßige Räume, platzsparend leer
Netze und Hakenschaffen Stauraum an Wänden und unter Deck
Schweres tief und mittiggut für Stauraum und Lage des Bootes
Alles gesichertnichts fliegt bei Seegang herum

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Kleiner Raum, großes Gefühl

Ein kleines Boot zwingt Dich zur Klarheit, und genau darin liegt sein Reiz. Wer mit wenig auskommt und für alles einen Platz hat, erlebt an Bord eine Leichtigkeit, die ein vollgestopftes Schiff nie bietet. Miste aus, nutze jeden Winkel, sichere alles gut, und Dein kleines Boot fühlt sich plötzlich groß genug an. Welche Dinge wirklich an Bord gehören, liest Du übrigens im Beitrag Leben an Bord: was du wirklich brauchst.

Weiterlesen: Leben an Bord: was du wirklich brauchst · Mit Kindern und Hund an Bord