Moin, ihr Lieben. Heute reden wir über etwas, das die meisten gern verdrängen, obwohl es über Schwimmen oder Sinken entscheidet: die Löcher in eurem Boot. Jeder Borddurchlass unter der Wasserlinie ist genau das, ein Loch im Rumpf, und das einzige, was das Wasser draußen hält, ist ein Seeventil und ein Stück Schlauch. Wenn das versagt, läuft euer Boot voll, und zwar schneller, als ihr „Bilgepumpe“ sagen könnt. Deshalb schauen wir uns heute an, wie ihr Seeventile, Borddurchlässe und die Bilge richtig wartet.

Warum das so wichtig ist

Ein Borddurchlass versorgt zum Beispiel die Toilette, die Kühlung des Motors oder das Spülbecken mit Seewasser oder leitet Wasser nach außen. Unter Wasser sitzt an jedem dieser Durchlässe ein Seeventil, mit dem ihr das Loch schließen könnt. Klingt simpel, ist aber sicherheitskritisch. Ein festgegammeltes Ventil, das sich im Notfall nicht mehr schließen lässt, ist eine tickende Zeitbombe. Ein gerissener oder poröser Schlauch dahinter genauso. Hier wird nicht gespart und nicht geschludert, denn der Preis ist im Ernstfall das ganze Boot.

Die Seeventile gängig halten

Das Wichtigste zuerst: Eure Seeventile müssen sich bewegen lassen. Ein Ventil, das jahrelang nicht angefasst wird, gammelt fest, und dann bekommt ihr es im Notfall nicht mehr zu. Deshalb betätigt ihr jedes Seeventil regelmäßig, am besten ein paarmal pro Saison, auf und zu, auf und zu. So bleibt es gängig. Lässt sich eines nur noch schwer oder gar nicht bewegen, gehört es überholt oder getauscht, und zwar bevor das Boot wieder ins Wasser geht, nicht danach.

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Schläuche und Schellen, die unterschätzten Übeltäter

Hinter jedem Seeventil sitzt ein Schlauch, und der ist genauso wichtig wie das Ventil selbst. Prüft die Schläuche auf Risse, auf poröse, harte Stellen und auf Aufquellen. Ein Schlauch, der sich brüchig anfühlt, kommt raus. Und jetzt kommt mein Lieblingsthema: die Schlauchschellen. An jedem Borddurchlass unter Wasser gehören zwei Schellen aus echtem Edelstahl, nicht eine, und schon gar keine billige, die nach zwei Jahren durchrostet. Doppelt hält hier wirklich besser, und es kostet euch fast nichts. Wer hier einen Euro spart, riskiert ein Vermögen.

„Ein durchgerostete Schlauchschelle für fünfzig Cent kann euch das ganze Boot kosten. Diese Rechnung sollte sich wirklich jeder einmal in Ruhe durch den Kopf gehen lassen.“

Die Bilge und die Pumpe

Die Bilge ist der tiefste Punkt im Boot, da sammelt sich, was an Wasser hereinkommt. Haltet sie sauber und trocken, denn nur dann seht ihr sofort, wenn sich dort plötzlich Wasser sammelt, das da nicht hingehört. Eine nasse, dreckige Bilge versteckt das Problem, bis es zu spät ist. Testet außerdem regelmäßig die Bilgepumpe, von Hand und automatisch, denn die nützt euch nur, wenn sie im Ernstfall auch anspringt. Und legt euch passende Holzpfropfen griffbereit ans Boot, im besten Fall direkt neben jeden Borddurchlass. Reißt ein Schlauch ab, schlagt ihr den Pfropfen ins Loch, und das Boot bleibt oben.

Die Wartung auf einen Blick

BauteilWas zu tun ist
Seeventileregelmäßig betätigen, gängig halten, sonst tauschen
Schläucheauf Risse und Porosität prüfen, im Zweifel erneuern
Schlauchschellendoppelt und aus echtem Edelstahl
Bilgesauber und trocken halten
Bilgepumpevon Hand und automatisch testen
Holzpfropfengriffbereit an jedem Borddurchlass

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Das Wichtigste in einem Satz

Eure Seeventile und Borddurchlässe sind das, was euer Boot oben hält, also behandelt sie so. Haltet die Ventile gängig, prüft Schläuche und nehmt zwei Edelstahlschellen, haltet die Bilge trocken und die Pumpe einsatzbereit. Dann müsst ihr nachts im Hafen nicht mit einem mulmigen Gefühl an die Löcher in eurem Boot denken.

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