Moin, ihr Lieben. Landstrom ist eine feine Sache: Am Steg steckt ihr das blaue Kabel ein, und schon laufen Ladegerät, Kühlschrank und Heizung, ohne die Batterie zu leeren. Doch dieser Komfort hat zwei Schattenseiten, die viele nicht auf dem Schirm haben. Die eine heißt galvanische Korrosion und frisst still und heimlich an eurem Metall, die andere ist die schlichte Gefahr von 230 Volt am und im Wasser. Heute schauen wir uns an, wie Landstrom sicher und ohne Schäden funktioniert.

Der heimliche Fresser: galvanische Korrosion

Fangen wir mit dem an, was niemand sieht. Sobald ihr am Steg einsteckt, seid ihr über den Schutzleiter mit allen anderen Booten am selben Stromnetz verbunden. Und jetzt passiert etwas Tückisches: Zwischen den verschiedenen Metallen im Wasser fließen winzige Ströme, genau wie in einer Batterie, und die fressen das unedlere Metall auf. Das trifft eure Opferanoden, aber auch Propeller, Welle und Beschläge. Der kleine grüne Teufel, die Korrosion, arbeitet hier rund um die Uhr, solange ihr eingesteckt seid. Wer das nicht weiß, wundert sich, warum die Anoden plötzlich in Rekordzeit weg sind. Mehr zum Thema findet ihr unter Anoden niemals überpinseln.

Der Schutz: galvanischer Isolator und Trenntrafo

Gegen genau dieses Problem gibt es zwei bewährte Lösungen. Ein galvanischer Isolator wird in den Schutzleiter eingebaut und blockiert die kleinen Gleichströme, die die Korrosion verursachen, lässt aber im Fehlerfall den Schutzstrom durch. Er ist die einfachere und günstigere Variante. Die Königslösung ist der Trenntrafo, der euer Bordnetz galvanisch komplett vom Landnetz trennt. Er schützt nicht nur vor Korrosion, sondern erhöht auch die elektrische Sicherheit deutlich, kostet aber mehr und braucht Platz. Wer viel am Landstrom liegt, für den lohnt sich diese Investition fast immer.

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„Landstrom ohne Schutz ist wie ein offener Wasserhahn an euren Anoden. Ihr seht es nicht, aber er läuft. Ein galvanischer Isolator für kleines Geld stoppt ihn.“

230 Volt gehören abgesichert

Die zweite Seite ist die direkte Sicherheit. 230 Volt sind lebensgefährlich, und in der feuchten, salzigen Umgebung eines Bootes erst recht. Deshalb gehört der Landstromanschluss fachgerecht installiert, mit einem FI-Schutzschalter, der bei einem Fehlerstrom sofort abschaltet, und ordentlich isolierten, marinetauglichen Leitungen. Das Kabel selbst sollte unbeschädigt und für den Außenbereich geeignet sein. Bastelt hier nichts zusammen, denn an dieser Stelle ist Pfusch wirklich lebensgefährlich. Im Zweifel gehört diese Installation in die Hand eines Fachmanns.

Landstrom sicher nutzen

ThemaLösung
Galvanische Korrosiongalvanischer Isolator im Schutzleiter
Maximaler SchutzTrenntrafo trennt Bord- und Landnetz
230-Volt-SicherheitFI-Schutzschalter, marinetaugliche Installation
Kabelunbeschädigt, für den Außenbereich geeignet

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Das Wichtigste in einem Satz

Landstrom ist bequem, aber er bringt zwei Risiken mit: die galvanische Korrosion, gegen die ein Isolator oder Trenntrafo hilft, und die Gefahr der 230 Volt, gegen die ein FI-Schutzschalter und eine fachgerechte Installation schützen. Wer beides bedenkt, genießt den Komfort am Steg, ohne dass es ihm heimlich das Metall zerfrisst oder gefährlich wird. Wie das 12-Volt-Bordnetz dazu abgesichert wird, lest ihr unter Bordnetz absichern.

Häufig gestellte Fragen


Was

Sobald das Boot über den Landstrom-Schutzleiter mit anderen Booten verbunden ist, fließen zwischen den verschiedenen Metallen im Wasser kleine Ströme, die das unedlere Metall auffressen. Das trifft Anoden, Propeller, Welle und Beschläge.


Wie

Mit einem galvanischen Isolator, der in den Schutzleiter eingebaut wird und die schädlichen Gleichströme blockiert, oder mit einem Trenntrafo, der das Bordnetz komplett vom Landnetz trennt und zugleich die Sicherheit erhöht.


Ist

Der galvanische Isolator ist einfacher und günstiger und schützt vor Korrosion. Der Trenntrafo ist die Königslösung, weil er das Bordnetz vollständig trennt und damit auch die elektrische Sicherheit deutlich erhöht, kostet aber mehr und braucht Platz.


Worauf

Auf eine fachgerechte Installation mit FI-Schutzschalter, der bei einem Fehlerstrom sofort abschaltet, sowie marinetaugliche, gut isolierte Leitungen und ein unbeschädigtes Außenkabel. An dieser Stelle gehört im Zweifel ein Fachmann ran.


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