Moin, ihr Lieben. Da habt ihr euch die Mühe gemacht, einen neuen Impeller einzubauen, alles schön nach Vorschrift, und nach kurzer Zeit ist das Ding schon wieder zerfleddert. Die Flügel abgerissen, zerbröselt, der Motor wird wieder zu heiß. Und ihr fragt euch zu Recht: Was zum Kuckuck ist da los? Ich sage euch was: Wenn ein nagelneuer Impeller so schnell stirbt, dann ist nicht der Impeller schuld. Dann steckt eine versteckte Ursache dahinter, die ihr finden müsst. Sonst zerstört ihr einen Impeller nach dem anderen und wundert euch. Heute gehen wir dieser fiesen Sache auf den Grund.

Ein neuer Impeller hält, außer es stimmt etwas anderes nicht

Der Impeller ist ein Verschleißteil, klar, aber er hält normalerweise eine ganze Saison und länger. Wenn ein frischer Impeller innerhalb kürzester Zeit hinüber ist, dann arbeitet er gegen einen Widerstand, den er nicht haben dürfte. Irgendwas im Kühlkreislauf ist nicht in Ordnung, und der arme Impeller badet es aus. Ihr müsst also nicht immer neue Impeller kaufen, ihr müsst die Ursache finden. Das ist der ganze Unterschied zwischen Symptom und Krankheit.

Wie man den Impeller überhaupt wechselt, das ist ein Thema für sich und die wichtigste Wartung am Motor. Heute geht es um die Stufe danach: Warum hält er nicht?

Die häufigste versteckte Ursache: das Gehäuse und die Verschleißplatte

Und jetzt kommt der Punkt, den die meisten übersehen. Der Impeller dreht sich in einem Gehäuse, und er braucht rundherum eine glatte, saubere Dichtfläche, an der seine Flügel entlangstreichen. Dazu gehört bei vielen Pumpen eine Verschleißplatte, eine kleine Abdeckplatte oben oder unten, gegen die der Impeller läuft. Ist diese Platte verschlissen, verrieft oder fehlt sie sogar ganz, dann hat der Impeller keine saubere Dichtung mehr.

Die Folge: Das Wasser wird nicht mehr richtig gefördert, die Flügel schlagen und flattern, statt sauber zu dichten, und der Impeller zerlegt sich in Rekordzeit. Bei manchen Antrieben, ich sage nur die alten OMC, ist genau so eine kleine Platte oder ein Emblem der Übeltäter. Fehlt sie oder ist sie durchgescheuert, ist jeder neue Impeller von vornherein verloren. Ihr könnt tausend neue einbauen, es hilft nichts, solange die Dichtfläche im Eimer ist.

Merkt euch: Wenn der Impeller stirbt, guckt nicht nur auf den Impeller, guckt auf das Gehäuse. Verriefte Wände, eine fehlende oder verschlissene Verschleißplatte, das ist der Killer, den keiner auf dem Schirm hat.

Die anderen Verdächtigen

Neben dem Gehäuse gibt es noch ein paar Ursachen, die einen frischen Impeller schnell töten. Die prüft ihr am besten alle mit.

  • Verstopfter Wassereinlass. Wenn vorne am Einlass Muscheln, Sand, eine Tüte oder sonst was den Wasserfluss drosselt, bekommt die Pumpe zu wenig Wasser. Der Impeller läuft dann quasi trocken, und trocken hält so ein Gummiflügel keine fünf Minuten aus. Einlass immer freimachen.
  • Trockenlauf beim Start. Wer den Motor an Land ohne Wasserzufuhr laufen lässt, auch nur ein paar Sekunden, ruiniert den Impeller sofort. Der lebt vom Wasser, das ihn schmiert und kühlt. Kein Wasser, kein Impeller.
  • Falsche Montage oder kein Fett. Ein Impeller will beim Einbau richtig herum und mit etwas Montagefett eingesetzt werden, damit er den ersten Anlauf übersteht, bevor Wasser kommt. Trocken und falsch eingebaut, ist er schnell hin.
  • Alte Bröckchen im System. Wenn beim letzten Impellertod Gummifetzen im Kühlsystem stecken geblieben sind, verstopfen die weiter oben und stauen das Wasser zurück. Nach einem Impellerschaden gehört das System durchgespült und die Fetzen gesucht.

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So findet ihr die wahre Ursache

Wenn euch also zum zweiten Mal ein Impeller stirbt, dann tauscht nicht einfach stur den nächsten ein. Macht euch auf die Suche. Nehmt das Pumpengehäuse auseinander und schaut euch die Innenwände und die Verschleißplatte genau an. Fahrt mit dem Finger drüber. Fühlt es sich riefig, rau oder abgenutzt an, habt ihr euren Übeltäter gefunden. Prüft den Wassereinlass auf Verstopfung, und spült den Kühlkreislauf durch, um alte Gummifetzen loszuwerden.

Ist das Gehäuse oder die Platte verschlissen, dann müssen die erneuert werden, nicht nur der Impeller. Erst wenn die Dichtfläche wieder glatt und vollständig ist, hält auch der neue Impeller. Alles andere ist wie ein neues Pflaster auf eine offene Wunde, es hält nicht.

Wie so ein zerstörerischer Fehler am echten Antrieb aussieht, konkret der Fall mit dem fehlenden Emblem, das die Impeller reihenweise gekillt hat, zeige ich euch im Video. Danach fallt ihr auf diese Falle nicht mehr rein.

Der Merksatz zum Schluss: Ein Impeller, der immer wieder stirbt, ist kein schlechter Impeller, sondern ein Hilfeschrei. Sucht die Ursache im Gehäuse und am Einlass, nicht in der Ersatzteilkiste. Das war’s von eurem Bootsdoktor, haltet die Kühlung sauber und die Impeller heil.

Weiterlesen: Impeller wechseln: die wichtigste Wartung am Bootsmotor und Motor überhitzt? So findest du die Ursache

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Häufig gestellte Fragen


Warum wird mein neuer Impeller so schnell wieder zerstört?

Weil nicht der Impeller schuld ist, sondern eine versteckte Ursache im Kühlkreislauf. Am häufigsten ist es ein verschlissenes Pumpengehäuse oder eine fehlende beziehungsweise verriefte Verschleißplatte, an der der Impeller keine saubere Dichtung mehr findet. Auch ein verstopfter Wassereinlass, Trockenlauf beim Start oder falsche Montage killen einen frischen Impeller.


Was ist die Verschleißplatte an der Impellerpumpe?

Eine kleine Abdeck- oder Dichtplatte im Pumpengehäuse, gegen die die Impellerflügel laufen und abdichten. Ist sie verschlissen, verrieft oder fehlt sie ganz, fördert die Pumpe kein Wasser mehr richtig, die Flügel flattern und der Impeller zerlegt sich schnell. Dann muss die Platte oder das Gehäuse erneuert werden, nicht nur der Impeller.


Was muss ich nach einem Impellerschaden prüfen?

Das Pumpengehäuse und die Verschleißplatte auf Riefen und Verschleiß, den Wassereinlass auf Verstopfung durch Muscheln, Sand oder Fremdkörper und den ganzen Kühlkreislauf auf abgerissene Gummifetzen des alten Impellers, die weiter oben den Fluss stauen können. Erst wenn die Dichtfläche wieder glatt und das System frei ist, hält auch der neue Impeller.