Anzeige · In eigener Sache. Hydroxil ist ein Produkt aus unserem eigenen Hause (Q-Life / Aqua Electra). Dieser Test ist damit ein werblicher Beitrag. Wir haben trotzdem versucht, ehrlich zu bleiben und benennen weiter unten auch, wo das Mittel an Grenzen stößt.

Ein Schluck aus dem Bordtank, und das Gesicht verzieht sich. Diesen Moment kennt fast jeder, der länger auf dem Wasser unterwegs ist. Das Wasser riecht muffig, schmeckt nach altem Schlauch, im schlimmsten Fall nach Schwimmbad, weil vorher eine Handvoll Chlortabletten hineingewandert ist. Genau an dieser Stelle setzt Hydroxil an. Wir haben das Mittel eine Saisonhälfte lang an Bord mitgeführt und im Alltag getestet, statt es nur auf dem Datenblatt zu bewundern. Was dabei herauskam, steht hier.

Worum es geht: HOCl statt Chlorkeule

Der Wirkstoff heißt Hypochlorige Säure, kurz HOCl. Chemisch ist das der Stoff, den auch die weißen Blutkörperchen im menschlichen Körper bilden, wenn sie Erreger bekämpfen. Für Hydroxil wird er nicht aus einem Chlorkanister gekippt, sondern nach einem patentierten Verfahren als elektroaktiviertes Wasser aus Salz, Wasser und Strom erzeugt, hergestellt in Deutschland. Auf dem Etikett steht die nüchterne Variante: „aus Hypochlorsäure (0,05 g/100 g) freigesetztes Aktivchlor“. Wichtig für die Einordnung: Hydroxil ist ein zugelassenes Biozidprodukt und beim Bundesamt für Arbeitsschutz unter der BAuA-Nummer N-95701 geführt. Es ist also kein Hausmittel, sondern ein Mittel mit klarer rechtlicher Grundlage.

Für das Boot ist das aus einem Grund interessant: HOCl arbeitet pH-mild und hinterlässt in der niedrigen Trinkwasser-Dosierung kaum Eigengeschmack. Wer schon einmal mit klassischem Chlorbleichmittel oder Danklorix im Tank experimentiert hat, weiß, wie hartnäckig sich der Schwimmbad-Ton hält. Genau dieser Unterschied war der Kern unseres Praxistests.

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So haben wir getestet

Wir wollten keinen Laborbericht nachstellen, den wir gar nicht liefern können. Also haben wir das gemacht, was ein Eigner auch macht: Hydroxil an einem realen Frischwassersystem eingesetzt und über zwei Wochen beobachtet. Testträger war ein Fahrtenboot mit 340-Liter-Kunststofftank, PE-Schläuchen und einer normalen Druckwasserpumpe. Der Tank wurde zu Beginn mechanisch gereinigt, dann frisch bebunkert und mit Hydroxil behandelt, so wie es der Hersteller für die laufende Desinfektion vorsieht. Bewertet haben wir sechs Dinge, die im Bordalltag wirklich zählen.

Die Testergebnisse im Überblick

KriteriumBewertungKurz gesagt
Geschmack im Glassehr gutKein Schwimmbad-Ton, Wasser blieb neutral
Geruch aus dem Hahnsehr gutDer muffige Schlauchgeruch verschwand
Handling & DosierunggutEinfach, aber die Dosiertabelle gehört genau gelesen
Wasserqualität nach 14 Tagensehr gutAuch nach zwei Wochen Standzeit frisch geblieben
MaterialverträglichkeitgutKeine Auffälligkeiten an Schläuchen und Dichtungen
Preis & ErgiebigkeitbefriedigendTeurer als Chlortabletten, dafür angenehmer im Ergebnis

Der große Unterschied: Geschmack und Geruch

Das deutlichste Ergebnis lieferte das Glas. Wasser aus einem frisch mit Hydroxil behandelten Tank schmeckte nach Wasser, nicht nach Chemie. Der typische Chlor-Beigeschmack, an dem viele Bordtanks kranken, blieb aus. Auch der muffige Geruch, der sich in stehenden Schläuchen bildet, war nach der Behandlung weg. Das klingt nach einer Kleinigkeit, entscheidet an Bord aber darüber, ob die Crew das Tankwasser trinkt oder doch wieder kistenweise Flaschen schleppt. Für uns war das der überzeugendste Punkt im ganzen Test.

Handling: einfach, aber Etikett lesen

Die Anwendung ist unkompliziert. Mittel in den frisch befüllten Tank geben, kurz einwirken lassen, fertig. Der Hersteller nennt für die Oberflächenanwendung Einwirkzeiten ab 15 Sekunden, für die laufende Trinkwasserpflege gilt die Dosierangabe auf dem Etikett. Und hier kommt unsere einzige echte Kritik am Handling: Die genaue Milliliter-pro-Liter-Angabe steht nicht auf jeder Verkaufsseite, sondern auf dem Gebinde. Wer sauber dosieren will, muss also das Etikett zur Hand nehmen und darf nicht nach Gefühl schütten. Bei einem Biozid ist das richtig so, kostet den ersten Nutzer aber einen kurzen Moment Aufmerksamkeit. Ein Messbecher oder eine Dosierhilfe an Bord hilft.

Was der Hersteller im Labor geprüft hat

Die harten Wirksamkeitszahlen stammen nicht von uns, sondern aus den Prüfungen des Herstellers, und so geben wir sie auch wieder. Laut Aqua Electra wirkt Hydroxil zu 99,99 Prozent gegen ein breites Spektrum an Bakterien, Viren, Pilzen und Sporen. Geprüft wurde nach einer ganzen Reihe europäischer Normen, darunter EN 14476 (Wirkung gegen Viren), EN 1276 und EN 13727 (gegen Bakterien), EN 13624 (gegen Pilze) sowie EN 17126 (gegen Sporen). Nach der CLP-Verordnung ist das Mittel nicht als Gefahrstoff eingestuft. Diese Werte konnten wir an Bord naturgemäß nicht nachmessen. Für die Beurteilung im Test zählt für uns deshalb der praktische Eindruck, die Laborzahlen ordnen wir klar als Herstellerangabe ein.

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Preis und Grenzen: das gehört zur Wahrheit

Ganz billig ist die Sache nicht. Die 1-Liter-Flasche für Camping und Freizeit kostet 19,90 Euro, im Staffelpreis sinkt das ab zehn Flaschen auf 16,90 Euro. Eine Handvoll Chlortabletten aus dem Baumarkt ist günstiger. Wer dafür Wert auf trinkbares, geschmacksneutrales Bordwasser legt, bekommt hier den spürbaren Gegenwert. Und zwei Dinge sollte man wissen: Hydroxil ersetzt nicht die mechanische Grundreinigung eines völlig verkeimten Tanks. Wo dick Biofilm sitzt, gehört der Tank erst geöffnet, ausgewischt und gespült, bevor ein Mittel die Pflege übernimmt. Außerdem mag der Wirkstoff es kühl und dunkel. Eine Flasche, die den ganzen Sommer in der prallen Sonne der Backskiste liegt, verliert an Wirkung. Wer beides beachtet, hat lange etwas davon.

Unser Fazit

Hydroxil hat im Praxistest genau das eingelöst, worauf es an Bord ankommt: Das Wasser blieb frisch, roch nicht und schmeckte nicht nach Chemie, auch nach zwei Wochen Standzeit. Das Handling ist einfach, verlangt beim Dosieren aber einen Blick aufs Etikett. Der Preis liegt über dem der Chlortablette, das Ergebnis im Glas aber auch. Für uns ist das Mittel eine überzeugende Lösung für alle, die ihr Tankwasser wirklich trinken und nicht nur mitführen wollen. Gesamturteil: gut (Note 1,8).

Pflichthinweis: Biozidprodukte vorsichtig verwenden. Vor Gebrauch stets Kennzeichnung und Produktinformationen lesen. Hydroxil Camping & Freizeit, Wirkstoff aus Hypochlorsäure freigesetztes Aktivchlor, Hersteller Aqua Electra GmbH, BAuA-Nr. N-95701. Erhältlich im Q-Life-Shop (Hydroxil Camping & Freizeit 1L).

Häufig gestellte Fragen


Was

Der Wirkstoff ist Hypochlorige Säure (HOCl), chemisch der gleiche Stoff, den auch das menschliche Immunsystem bildet. Für Hydroxil wird er nach einem patentierten Verfahren als elektroaktiviertes Wasser aus Salz, Wasser und Strom erzeugt. Auf dem Etikett steht: aus Hypochlorsäure freigesetztes Aktivchlor. Es ist ein zugelassenes Biozidprodukt (BAuA-Nr. N-95701).


Schmeckt

In unserem Praxistest nicht. HOCl arbeitet in der niedrigen Trinkwasser-Dosierung pH-mild und hinterließ keinen Schwimmbad-Beigeschmack. Genau das war der deutlichste Unterschied zu klassischen Chlortabletten oder Chlorbleiche.


Wie

Die genaue Dosierung in Milliliter pro Liter steht auf dem Etikett des Gebindes und ist unbedingt einzuhalten. Bei einem Biozid sollte nicht nach Gefühl dosiert werden. Ein Messbecher an Bord hilft. Vor der ersten Behandlung eines stark verkeimten Tanks gehört dieser mechanisch gereinigt.


Ersetzt

Nein. Hydroxil ist für die laufende Desinfektion und Pflege gedacht. Sitzt bereits dicker Biofilm im Tank, muss dieser zuerst mechanisch gereinigt und gespült werden. Danach hält das Mittel das Wasser frisch.


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